„Für meine Vertonung des Ave Maria habe ich den Stil der Nazarener zum Vorbild genommen. Eine Gruppe schwärmerischer junger Maler aus Rom orientierte sich am Beginn des 19. Jahrhunderts an der Renaissance-Zeit, besonders an Giotto, Raffael und Frau Angelico, ging barfuß und kleidete sich nach Art der Apostel. Man suchte nach neuen religiösen Ausdrucksformen und stellte in der Bildkomposition scharf konturierte Figuren in andächtiger Drapierung spannungsgeladen vor einem naturnahen Hintergrund in fein abgestuften Pastelltönen von rosarot bis himmelblau. Diese Idee gefiel mir, und ich suchte nach klar modellierten melodischen Gestalten, um sie dann musikalisch in ein verklärtes, fast überirdisches Licht zu tauchen.“ (Thomas Thurnher)